Schreibtisch mit Keksen, Laptop und Kaffee

Rauben uns Third-Party Cookies die Anonymität?

Third-Party Cookies kennt jede einzelne Person, die sich im Internet rumtreibt. Aktiv wahrgenommen werden sie allerdings nicht. Dabei geht es um viele persönliche Daten, über die man sich häufig gar nicht bewusst ist. Kritiker stellen sogar den Datenschutz und die Anonymität in Frage. Wir wollen das Thema aufräumen und die Vor- und Nachteile aufzeigen.

Ein Klick und die Sache ist gegessen

Jeder kennt sie, jeder wird wohl täglich mit ihnen konfrontiert – Cookies. Man besucht eine neue Website und sofort ploppt ein Fenster auf, mit irgendwelchen Cookies, die bestätigt werden müssen. Ohne große Überlegung werden alle Cookies akzeptiert und das Thema ist aus dem Weg.

Doch was genau klicken wir dort eigentlich weg?

Was können Cookies? ©Verbraucherportal Baden-Württemberg

Diese Cookies sorgen also dafür, dass Websites Informationen über uns sammeln, wenn wir diese Seiten besuchen. Das können Informationen über die Seiten sein, die wir besuchen, Produkte, die wir gekauft haben oder Anmeldedaten, die hinterlegt werden.

Was interessieren mich die Cookies?

Das ganze Thema rund um die First- und Third-Party Cookies mag einen Laien schnell verwirren. Wieso sollte ich mich als Verbraucher damit beschäftigen, was Websites und Werbetreibende im Hintergrund treiben?

Die klare Antwort ist: persönliche Daten! Es ist uns wichtig, dass wir nicht in unserer Privatsphäre gestört werden. Wir wollen Menschen treffen, ohne dass jeder es weiß und wir wollen einkaufen, ohne dass jeder weiß, welche Produkte mir gefallen.

Warum also sorgen wir uns nicht auch im Internet um unsere persönlichen Daten? Shopping bei Amazon, Videos auf YouTube, Recherche bei Wikipedia. Der digitale Fußabdruck, den wir bei der Nutzung des Internets hinterlassen, wird immer größer. Somit werden auch die Informationen, die wir in die Online-Welt bringen immer mehr.

Wie gehen die Deutschen mit Cookie-Hinweisen um?

First- oder Third-Party Cookies?

Diese Blogreihe beschäftigt sich mit den sogenannten Third-Party Cookies. Diese sind zumeist einfacher zu erstellen und am weitesten verbreitet. Als werbetreibende Person kann man eine Werbeanzeige auf dem AdServer des Drittanbieters, also einer anderen Website, setzen und damit Informationen sammeln.

Third-Party Cookies sammeln Informationen z.B. Informationen über die Verweildauer, die Seitenaufrufe oder die Bewegung des Nutzers über Links. So kann man als werbetreibende Person ein gutes Nutzerprofil der jeweiligen Person erstellen.

Der Unterschied zu First-Party Cookies besteht darin, dass die Informationen nicht nur von einer Website stammen. Das Wort „Party“ steht hier für die Website, auf der die Informationen gesammelt werden.

Third-Party Cookies werden also auf mehreren Websites verwendet. First-Party Cookies hingegen sammeln die Informationen nur auf einer Website und die Informationen werden nicht an Dritte weitergegeben.

Ebenfalls muss für First-Party Cookies ein Code auf der Website hinterlegt werden, was technisch etwas kompliziert ist. Bei Drittanbietern reicht die Ausspielung einer Werbeanzeige auf dem jeweiligen AdServer.

Datenschutz vs. Cookies

Da es bei Cookies immer um Daten von einzelnen Personen geht, kommt natürlich auch der Datenschutz ins Spiel. Dafür hat die EU im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die e-Privacy-Verordnung aufgestellt.

Diese Verordnung soll als Ergänzung zu DSGVO vor allem den Anwendungsbereich von Cookies regeln und festsetzen. In Deutschland sah die Politik allerdings keinen Bedarf für eine detailliertere Zusatz-Verordnung. Daher wurde sie in der Bundesrepublik nicht eingeführt.

Trotzdem wollen wir hier kurz aufzeigen, wie die EU die Cookies einteilt:

Technisch notwendige und nicht notwendige Cookies ©IONOS

Aus Sicht der Datenschützer kann bei der Verwendung von Cookies vor allem die Anonymität angezweifelt werden. Es werden so viel Daten gesammelt, dass ein riesiges und ausführliches Nutzerprofil erstellt werden kann.

Vor allem bei Third-Party Cookies gibt es die Kritik, dass die Informationen nicht nur auf der jeweiligen Website bleiben. Durch die Weitergabe an Drittanbieter, weiß die betroffene Person nicht genau, wer die gesammelten Daten zu Verfügung hat.

Wie kann ich mich als Verbraucher schützen?

Natürlich gibt es auch in der Welt der Cookies Möglichkeiten, um sich zu schützen. Viele Internet-Browser bieten eine Unterstützung in dem Bereich an. Internet Explorer, Safari, Firefox u.a. können wir zeigen, welche Cookies akzeptiert wurden und welche Daten sie gespeichert haben.

Außerdem können dort auch einzelne Cookies entfernt bzw. gelöscht werden. So besteht die Möglichkeit für Verbraucher, ihre Daten in den Cookies einzusehen und zu verwalten.

Eine weitere Möglichkeit ist es, nicht alle Cookies auf allen Websites zu akzeptieren. Vor allem bei Websites, die zur Recherche verwendet werden, sind die Cookies für den Verbraucher nicht zwingend notwendig. Erscheint das Fenster mit den Cookies kann dies einfach weggeklickt oder die Cookie-Einstellungen persönlich vorgenommen werden.

Auch so steht es den Verbrauchern frei, ob und welche Daten sie durch Cookies an Dritte weitergeben möchten.

Wieso schreiben wir über dieses Thema?

Eventuell hat sich die Frage eingeschlichen, warum wir von SocialMate über das Thema Cookies schreiben. Dafür gibt es eine klare Antwort.

Wir als Online-Marketing Agentur sind natürlich darauf aus, dass unsere Kunden den besten Service bekommen. Daher ist es uns auch wichtig, dass wir erklären, wie die Online-Welt funktioniert. Dabei geht es nicht nur um die Inhalte von Social Media oder der Aufbau von Websites. Auch die Hintergründe sind wichtig.

Leseempfehlung von uns

Wenn Du mehr über das Zusammenspiel von Daten und Werbung wissen möchtest, schau doch mal hier vorbei. In diesem Blogbeitrag haben wir über das Thema Zielgruppenbestimmung geschrieben. Mit den Daten, die durch Cookies gesammelt werden, kann sich ein genaues Bild von der Zielgruppe gemacht werden. Daher ist dieses Thema sehr naheliegend für eine weitergehende Lektüre.