Clubhouse – Ein neuer Stern am Social-Media Himmel?

Clubhouse. Der Hype schlechthin. Hunderte, wenn nicht tausende Menschen nutzen diese App mittlerweile täglich. Kaum ein User kommt im Netz an diesem Netzwerk vorbei. Es wird von Live-Podcasts, Meetings und spannenden Gesprächen geredet. Die amerikanische App, die in Salt Like City von dem Unternehmen Alpha Exploration Co. Entwickelt, und 2020 veröffentlicht wurde, ist aktuell so populär, dass sie auf Platz 1 der sozialen Netzwerken im AppStore gelandet ist, sogar vor der Plattform Telegram.

Was ist denn Clubhouse?

Clubhouse ist eine neue Kommunikationsplattform, die im April 2020 gelauncht wurde. Die iOS-only App ist aktuell stark im Trend und viele Influencer und Unternehmer nutzen sie, um ihre Reichweite per „Live-Podcast“ oder Communitybuilding zu stärken. Clubhouse macht eine Eigenschaft besonders: sie funktioniert über ein Audio-Only System. Das heißt, man kann nur reden oder zuhören. Man sieht den Gegenüber nicht und man kann weder Texte noch Bilder hochladen. Eine simple Idee, die Clubhouse so beliebt macht. In Clubhouse kann man in Räume eintreten. Man hat die Möglichkeit einfach so zuzuhören, und von den Moderatoren zu lernen. Es werden aktuell viele Räume von Unternehmern, erfolgreichen Influencern oder einfach interessierten Menschen eröffnet.Die Themenbandbreite ist riesig. Wenn du selbst interagieren möchtest, dann kannst du per Handzeichen direkt teilnehmen. Oder du entscheidest dich selbst, einen Raum zu eröffnen. Die Plattform ist noch neu, also sollte man die Chance auf jedem Fall nutzen und reden!  

 

 

Was macht Clubhouse so besonders?

Wer Clubhouse nutzen will, der muss eingeladen werden. Jeder Account kann 2 „Invites“ verschicken um so die Community zu stärken. Da aber nicht jeder auf einmal diese Plattform nutzen kann, sind die Invites stark begehrt. Dadurch entsteht Traffic auf den sozialen Medien, vor allem LinkedIn. Clubhouse wurde kurz nach dem Release von dem Forbes Magazine auf einen Wert von 100 Millionen Dollar geschätzt. Eine beachtliche Summe! Der Nutzer kann bei Clubhouse in thematische Räume gehen und den Konversationen lauschen oder aktiv daran teilnehmen. Das gibt den Menschen auch die Möglichkeit, mit ihren Liebsten Influencern oder Unternehmern zu reden, eine seltene Chance. 

 

Man merkt der Community an, dass viele sich einfach vernetzen wollen. Sie wollen mit allen reden, von den anderen lernen. Es finden sich Bekanntschaften, die ansonsten wahrscheinlich nicht entstanden wären.  Oftmals entstehen ruhige Konversationen, manchmal sind es aber auch fachliche Talks. 

 

Hype um Clubhouse

Aktuell ist Clubhouse stark im Trend und der absolute Hype im AppStore. Clubhouse hat es tatsächlich geschafft in die Liste der TopDownloads zu kommen. So zumindest stand Januar 2021. Die App ist aktuell so erfolgreich, dass sie sogar den Messenger-Dienst Telegram überholt hat, der aktuell ebenfalls stark im Kommen ist. Die Zukunft kann glänzend sein, für diese junge Plattform. Kritiker sehen den Hype aber auch als Momentaufnahme. Sie glauben, dass der Hype in wenigen Wochen, wenn mehr und mehr User Zugang zur App bekommen haben, vorbei sein wird. Es bleibt uns nichts anderes als abzuwarten. In der Zwischenzeit treten wir den verschiedenen Gruppen bei und teilen unsere Meinungen.

 

Plattform der Zukunft?

Ein großes Thema und Clubhouse ist ganz klar die Frage, ob Clubhouse nun die Plattform der Zukunft ist. Es wird spekuliert, dass sich das Audio-System durchsetzt, und in Zukunft eine tragende Rolle im Kommunikationsbereich werden kann. Andere hingegen glauben nicht daran, und sagen, dass Clubhouse lediglich einem Hype unterliegt. Ihrer Meinung nach werden die User bald wieder zu den altbekannten Plattformen wie Instagram, Facebook oder LinkedIn wechseln. Es wird damit argumentiert, dass das Invite-System gerade zwar erfolgreich ist und einen gewissen Reiz schafft, auf Dauer aber abschreckend wirkt und vor allem Android-Nutzer komplett verjagt. Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe. Die dritte Gruppe setzt sich zusammen aus Menschen, die glauben dass Clubhouse von einer größeren Plattform ( die meisten glauben dass Facebook das Rennen macht ) aufgekauft wird und die andere Hälfte sieht Clubhouse als technisches Problem. Clubhouse sei nicht sicher genug oder würde gegen rechtliche Vorschriften verstoßen. Wie die Zukunft der Plattform aussieht, das kann man nur erahnen. Was aber fest steht, ist, dass die Nutzer jetzt gerade im Austauschwahn sind. Es wird von Sessions geredet, die mehrere Stunden andauern. Teilweise sollen sie bis spät in die Nacht oder bis ins Morgengrauen gehen. 

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F.O.M.O – Fear of Missing out

 

Wir haben jetzt alle gehört, dass viele Menschen im Clubhouse-Hype sind. Das warum ist auch geklärt. Wie jede Plattform hat Clubhouse auch seine Gegner. Was ist aber nun mit denen, die nicht eintreten dürfen, oder können? Ein gewisser Teil der Community auf LinkedIn hat sich aktiv gegen eine Teilnahme bei Clubhouse ausgesprochen. Sie wollen nicht jeden Trend mitnehmen und lieber bei den altbekannten Plattformen bleiben und sich dort eine Präsenz aufbauen. Der Großteil der User, die Clubhouse nicht nutzen, machen das nicht freiwillig. Sie würden sehr gerne teilnehmen, haben aber entweder keinen Invite bekommen oder haben schlichtweg kein iOS-Gerät. Im Netz ist daher von „F.O.M.O“ die Rede. Fear of Missing out, die Angst etwas zu verpassen. Sie hören täglich von coolen Clubhouse-Communities, Spaß und weiterbringende Gespräche. Doch sie sind außen vor und können nur durch die Scheibe die Plattform genießen. Es wird davon geredet, sich doch wieder ein iOS-fähiges Gerät anzuschaffen, nur um dieser Plattform beizutreten und künftig keine Trends mehr zu verpassen. Ist der Trend nach so kurzer Zeit schon so stark angewachsen, dass Nutzer sich dafür neue Endgeräte kaufen? Was auf jeden Fall gekauft wird, sind die Invites. Bestehende Nutzer inserieren ihre verfügbaren Invites im Netz und verdienen dabei etwas Geld. Da die Anzahl der Invites stark begrenzt ist, ist der Preis für einen Invite-Link teilweise erstaunlich hoch. Auf Ebay-Kleinanzeigen werden sie für teilweise 40-50 Euro verkauft. 

Fazit 

Clubhouse ist zweifelsfrei eine App mit Potential. Durch den Hype entstehen schnell Gruppen und es werden viele Räume eröffnet, um mit der Community zu reden. Menschen connecten sich, auch plattformübergreifend. Wie der Weg allerdings für die App aussehen wird, bleibt abzuwarten. Bleibt der Status, App für spannende Gespräche und Live-Podcast, weiterhin bestehen, dann könnte Clubhouse durchaus eine Alternative zu Q&A Videos oder langen Posts auf LinkedIn werden. Sollte der Hype aber schnell abklingen, dann kann sie auch schnell in Vergessenheit geraten. Vielleicht werden zeitnah auch Android-Nutzer dazu stoßen, die die Clubhouse-Landschaft stark formen. Was wird, wissen wir nicht. Das brauchen wir auch nicht. In der Zwischenzeit besuchen wir die vielen verschiedenen Räume und connecten uns mit vielen Menschen.

 

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